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Gran Torino
Clint Eastwood in einem Film von und mit ihm selbst. Ein Detroiter Vorortviertel: heruntergekommen, bevölkert mit Ausländern und von Jugendbanden durchquert. Hier lebt Walt Kowalski. Er ist der Eastwood zeigt in seinem neusten Film 'Gran Torino' einmal mehr das er sowohl hinter als auch vor der Kamera absolut spitze ist...und das mit 78 Jahren! Seine Rolle als Kowalski bringt er erschaudernd gut rüber. Mit zugekniffenen Augen, böse schauend signalisiert er seiner Umwelt das er eindeutig in Ruhe gelassen werden will. Mit leisen grunztöten verscheucht er nervende Besucher und seinen Nachbarn spuckt er rassistische Sprüche um die Köpfe damit sie ja von seinem Rasen fern bleiben. Doch trotz dieser Einstellung gibt es Momente in denen Eastwood seinem Charakter etwas 'Herz' einbringt. Der Zuschauer wird Walt nicht wirklich lieben aber hassen auch nicht. Der Einzelgänger sticht ab und zu nach außen und wenn er von Trommelwirbel begleitet zu seiner Waffe greift, geschieht das fast theatralisch. Für Eastwoodfans ist es ein absolutes Muss dieses Werk zu sehen, wer einen Blick riskiert wird genremäßig gut unterhalten werden. 8 von 10 Punkten. Transfomers "Die Rache"
Shia LeBouf und Megan Fox im zweiten Autobotabenteuer von Micheal Bay. Megatron ist außer Gefecht gesetzt, der Allspark zerstört und damit die Welt wieder in Sicherheit. Grund genug für Sam wieder das normale Leben anzugehen. Er schreibt sich tüchtig auf ein College ein und versucht mit seiner Freundin Mikaela eine Fernbeziehung zu führen. Wäre da nicht ein winzig kleiner Splitter des mächtigen Allspark der sich in seinen Kleidern verirrt hat und gleich eine ganze Armee an Küchengeräten zum leben erweckt. Durch die Berührung mit diesem Material empfängt Sam auch noch eine ganze Reihe an kryptischen Zeichen die zu etwas gewaltigem führen werden. Auf der anderen Seite kämpfen die Autobots unter der Führung von Optimus Prime zusammen mit dem US-Militär gegen die übrig gebliebenen und gut versteckten Decepticons. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht ihren Anführer Megatron wieder zum Leben zu erwecken. Auch dessen Boss 'Fallin' schaltet sich kurz darauf ein. Grund genug für Optimus sich an Sam zu wenden und ihn wiedermal aus dem normalen Alltag zu entreissen... Dieses fast 150 Minuten langes Krawallspektakel kann garantiert nicht mit ausgeklügelten Charakteren, tollen Dialogen oder einer mitreissenden Story punkten. Ganz zu schweigen von dem Realismus, der bei dieser Art Film aber sowieso eher unbedeutend ist. Shia LeBouf fällt unter den ganzen Explosionsorgien nicht weiter auf, seine Filmfreundin Megan Fox ist genauso wie im ersten Teil eher ein optisches Bonbon als tiefgründige Filmbeilage. Da es Darstellermäßig nichts weiter zu sagen gibt, komm ich gleich zum Kern von Transformers 2, nämlich den Special-Effects. Die Roboter sind um ein vielfaches detailierter als im Vorgänger. Sowohl in der Verwandlungsphase als auch in ihrer ganzen Pracht erfreuen sie das Auge. Leider ist auch hier, wie im ersten Teil, die Kamera sehr wirr und zu schnell geschnitten so das man besonders beim Aufeinandertreffen der zwei verfeindeten Parteien nicht so viel erkennen kann. Ein fulminantes Ensemble an Knall-, Explosions-, und Waffeneffekten rundet das ganze ab. Leider wirkt das ganze nach und nach ermüdend, wären nicht der Sound und die gut gesetzten Humoreinalgen die für etwas abwechslung sorgen, würde man glatt wegnicken. Die übergroße Ansammlung an SFX kann bei einigen Zuschauern zur überreizung der Augen und einem daraus resultierenden anstrengenden Filmvergnügen sorgen. Ich für meinen Teil, musste mir öfters die Augen reiben und zwar nicht aus Müdigkeit. Unterm Strich betrachtet, bietet 'Die Rache' der Transformers eine Show der zur Zeit möglichen Computereffekte und eine Parade vom High-tech Arsenal des US-Militärs. Wer sich mit diesen zwei Punkten begnügen kann wird gut unterhalten werden. 5 von 10 Punkte. Inglourious Basterds
Brad Pitt als Anführer einer Nazikillertruppe in einem Film von Kultmeister Quentin Tarantino. Kapitel 1: Frankreich 1944: Der Judenjäger Hans Landa stattet einer Bauer-Familie einen freundlichen Besuch ab mit dem Ziel versteckte Juden zu finden. Kapitel 2: Eine geheime Sondereinheit die sich selbst die 'Basterds' nennen wird ins Leben gerufen, ihr Ziel: soviele Nazis zu töten wie möglich. Kapitel 3: Kriegsheld Fredrick Zoller verliebt sich in eine junge Kinobesitzerin die auf Rache aus ist. Sie ist Jüdin, Zoller weiß das allerdings nicht. Kapitel 4: Ein britischer General sendet den Filmkritiker Lt. Archie Hicox nach Frankreich um sich mit den berüchtigten 'Basterds' zu treffen. Kapitel 5: Der Showdown in dem sämtliche Fäden miteinander verwoben werden. Die Tarantino typische Unterteilung seiner Filme in Kapitel kennt man bereits aus seinen Filmen wie Kill Bill oder Reservoir Dogs. Die Gliederung funktioniert einwandfrei zum besseren Verständnis und verleiht dem Werk den Charme alter Filmkunst. Dazu trägt noch die musikalische Untermalung klassischer Stücke bei, die ab und an von rockigen Kurzsounds abgelöst wird. Diese fühlen sich aber aufgrund der Szenen nie fremd oder unpassend an. Typisch Tarantino eben. Von dem internationalen Cast hat mich fast jeder überzeugt. Die Basterds unter der Führung des großartigen Brad Pitts kommen grimmig daher, so wie es sich für eine Killertruppe gehört mit einer kleinen Portion derben Humors. Der österreicher Christopher Waltz gehört mit dem französischem Nachwuchsstar Mélanie Laurent zu den absoluten Glanzlichtern des Films. Waltz spielt in diesem Fall sogar Brad Pitt mit Leichtigkeit nieder. Aus der deutschen Schauspielerecke überzeugt bis auf Diane Krueger jeder. Sie wirkt zum Teil hölzern und fehl am Platz. Ebenfalls nicht ganz so gut kommen Mike Myers und Martin Wuttke (als Hitler) rüber. Ist aber nicht weiter schlimm da beide sehr wenig Screentime haben. Die Dialoge in Inglourious Basterds sind messerscharf, grotesk, witzig und bis ins i-Tüpfelchen ausgearbeitet. Das ist neben den Charakteren die große Stärke jedes Tarantino's. Die Gewalt kommt ebenfalls nicht zu kurz, mich wundert sogar die 16er Freigabe. Kurz zusammengefasst bleibt zu sagen: Dieser Film ist Pflicht für jeden Cineasten! 9 von 10 Punkte. American Gangster
Denzel Washington und Russel Crowe in einem Gangsterdrama von Ridley Scott. Frank Lucas (Washington) war Fahrer und rechte Hand von Mafiaboss Bumpy. Nach dessen Tod übernimmt er eigenhändig seinen Platz und schiebt mit einer gefährlichen Idee die Kontrahenten aus dem Drogengeschäft. Er fliegt zur Quelle nach Vietnam und importiert mit Hilfe seines Freundes von der Army den Stoff nach Amerika. Seine Verkaufsidee: ohne zu strecken und günstiger als die Konkurrenz das heroin an die Fixer zu bringen. Das neue Produkt 'blue magic' schlägt ein, ganz zum ärger von einer Korrupten 'Sondertruppe' der Polizei und anderen Mafiafamilien. Auf der 'guten' Seite nimmt sich der unbestechliche Cop Richie Roberts (Crowe) des neuen Oberbosses vor und startet seine Ermittlungen... Scott's Verfilmung beruht auf wahre begebenheiten des echten 'Frank Lucas' der in den 60ern und frühen 70ern mit Heroin seine Kohle machte. Zwar gleicht der film stilistisch in bild und ton an ein kleines Kunstwerk, doch gibt es für mich ein großes Manko zu verzeichnen: Denzel Washington. Meiner Meinung nach passt er nicht in die Rolle des Frank Lucas rein, sein schauspielerisches können lässt zu wünschen übrig, die mimik ist dieselbe, egal in welchem film er zu sehen ist. Ähnlich wie Will Smith ist Washington in jedem film gleich und das bringt dieses Machwerk einige Punkte nach unten. Russel Crowe als Cop nimmt man seine Rolle ab, auch wenn er für mich nicht zu den top schauspielern gehört. Schade, Schade, mit einer anderen Besetzung hätte etwas großartiges werden können. 6 von 10 Punkte. Traitor
Polit-Thriller mit Don Cheadle und Guy Pearce unter der Regie von Jeffrey Nachmanoff. Ein Terrorattentat auf die Amerikanische Botschaft in Nizza ruft die FBI-Agenten Clayton (Pearce) und Archer (McDonough) auf den Plan. Schnell haben sie einen Verdächtigen gefunden: den streng Gläubigen Amerikaner sudanesischer Abstammung Samir Horn (Cheadle). Sie wissen allerdings nicht das Samir nicht der ist der er zu sein scheint. Ein Katz- und Mausspiel zwischen Behörde und Terrornetzwerk beginnt. Mehr sei zum Plot nicht verraten. Spionage oder Polit-Thriller der Marke Hollywood mit dem Thema islamischer Terrorismus gibt es seit dem Unglücksdatum 11. September mittlerweile genug. In den USA im Kino angelaufen, wurde für den deutschen Markt ein Direct-to-dvd Vertrieb angepeilt. Anders als die Genrevertreter entpuppt sich Nachmanoff's "Traitor" in der ersten Hälfte als vielschichtige Charakter- und Milieustudie um sich schließlich den Themen Terrorismus und Religion mit sehr viel Feingefühl zu nähern. Samir ist ein überzeugter aber auch zwiegespaltener Moslem. Zwischen dem traditionellen Islam und dem westlichen Weltbild hat er seine Identität verloren. Er lebt nach den Regeln des Islams, sucht aber gleichzeitig Vergebung für seine Taten. In diesem Zwiespalt stellt er sein Wirken in Frage. Die zweite Hälfte befasst sich schließlich mit den Actionelementen, den Gewaltakten und der Verfolgung des Verdächtigen durch das FBI quer durch den Globus. Von London nach Madrid und Chicago hinterlassen die Bombenattentäter eine Spur der Verwüstung. Der Score von Mark Kilian und die überstrahlten Außenaufnahmen sorgen für hohes Tempo, das Niveu der ersten Hälfte kann der Thrillerpart aber nicht halten. Dank Don Cheadle's Leistung, wird der Figur des Samir die nötige Tiefe verliehen. Die Zerrissenheit und der Widerwille seiner Taten für die Glaubensbrüder bringt er souverän an das Publikum. Guy Pearce kann als Agent ebenfalls überzeugen, sein Kollege Neil McDonough wirkt dagegen stereotypisch und austauschbar. Traitor funktioniert sowohl als Polit- wie auch Spionagethriller ohne sich an gängige Klischees islamischer Terroristen zu bedienen. Nachmanoff schafft ein erschreckendes Szenario auf die Leinwand das sich der Realität bedient und mit dem großartigen Cheadle von Anfang bis Ende spannend bleibt. Klare Empfehlung! 8 von 10 Punkte. Mean Machine
Vinni Jones und Jason Stathman in einem Film von Barry Skolnick. Ex-Fussballprofi Danny Meeham verbringt seine freie Zeit mit trinken, pöbeln und im rauschzustand mit dem Auto durch die Straßen zu brettern. Pech für ihn, denn in genau so einem moment haftet sich die Polizei an seine fersen und stoppt ihn in einer Bar. Es kommt zu handgreiflichkeiten und die unter fans genannte 'Kampfmaschine' wird zu 3 Jahren Knast verurteilt. Hinter schwedischen Gardinen lernt Danny schnell was sache ist. Sein Starstatus hilft ihm nicht weiter, weder bei den Wärtern noch bei seinen Insassenkollegen. Allein der Direktor unterbreitet ihm einen Vorschlag: Wenn Danny die Gefängnismannschaft trainiert, kommt er nach 12 Monaten raus. Nachdem er sich die Mannschaft zusammengestellt hat, verlangt er ein Spiel gegen die Wärter... Neben den bekannteren ablegern britischen Gangsthumor's wie 'Snatch' oder 'Bube, Dame, König, Graß' ging 'Mean Machine' in der Filmwelt fast unter. Skolnik bedient sich ähnlichen Elementen wie sein Kollege Guy Ritschi. Da wären Charaktere abseits des 'Normalen', eine subtile Musikuntermalung und natürlich die Dialoge. Letztere sind allerdings nicht so originell wie die bekannteren Ableger. Auch zieht sich der Film in der ersten halben Stunde etwas in die Länge, man wartet das endlich was passiert. Wenn es dann allerdings mit dem zusammenlegen der Mannschaft und dem Trainig beginnt, schießt der Funfactor nach oben bis er schließlich in dem fast 30 minütigen Fussballspiel explodiert. Allein schon wegen dem Match lohnt sich das durchhalten. Vinnie Jones spielt seine Rolle markant, hart aber auch auf eine weise liebenswert. Später stellt sich ihm zur Seite auch noch Jason Statham, dessen Charakter er durchgeknallt und psychopatisch rüberbringt. Die übrigen Darsteller machen ihre Sache gut, ohne aber weiter großartig aufzufallen. Wer Brit-Humor mag und Filme abseits des Hollywoodmainstreams sucht wird hier garantiert seinen Spass haben. 7 von 10 Punkte. Der Ja-Sager
Eine Komödie von Peyton Reed mit Jim Carrey und Zooey Deschanel. Carl Allen ist ein typischer Couchpotato. Statt mit seinen Freunden etwas zu unternehmen, blogt er sämtliche Anfragen mit einem Nein ab und sitzt lieber allein vor dem Fernseher. Nachdem Versäumnis zur Verlobungspartie seines besten Freundes zu erscheinen, der fortan nichts mehr mit ihm zu tun haben will, entschließt er sich zum Besuch eines 'Ja'-Seminars den ihm ein alter Bekannter vorgeschlagen hat. Dabei geht er einen Deal mit dem Guru Terrence Bundley ein, fortan zu allem Ja zu sagen was ihm über dem Weg läuft. Bei dem Besuch eines Bandauftritts begegnet er wieder der charmanten Renee, die ihn zuvor bereits aus der Patsche geholfen hat. Es beginnt zwischen den beiden zu funken... Der Ja-Sager ist eine liebenswerte Komödie die vor allen von seinen zwei Hauptdarstellern lebt. Carrey gelingt die Wandlung von seinem zurückgezogenen Charakter Carl zu einem lebensfreudigen und Verrückten Typ. Dabei darf er hin und wieder sein Markenzeichen des Grimassen-schneidens vorführen, welches er immer noch perfekt beherrscht wie kein zweiter. Deschanel an seiner Seite spielt charmant den ruhigeren Part. Sie hält die Wagschale im Gleichgewicht, damit der Film nicht vollkommens von Jim Carrey's Präsentation eingenommen wird. Zu den negativen Punkten zählt der Humoranteil im Film. Große Lacher kann man an einer Hand abzählen, die Story ist nicht besonders originell, durfte Carrey in dem ähnlichen Werk 'Der Dummschschwätzer' keine Lügen aussprechen, so verhält es sich beim 'Ja'-Sager mit dem Ausdruck der Verneinung. Unterm Strich betrachtet befindet sich der Film im guten Mittelfeld. 6 von 10 Punkten. Jumper
Hayden Christensen, Samuel L. Jackson und Diane Lane in einem Sci-Fi von Doug Liman. David Rice hat eine ungewöhnliche Gabe: er kann an Orte 'springen' die er vorher schonmal gesehen hat. Sei es persöhnlich oder auf Bilder. Diese Fähigkeit entdeckt er als Schüler, in dem er sich aus einem zugefrorenen See rettet wo er vorher eingebrochen ist. Was macht jemand der solch unglaubliche Macht besitzt? Natürlich, er genehmigt sich ein mit Geld und Glück erfülltest Leben, woher er die finanziellen Mittel hat ist natürlich aufgrund seiner 'Sprungkünste' klar. David raubt und nimmt sich einfach was er braucht. Doch das kann nicht lange gut gehen und so sieht er sich bald auf der Flucht vor dem Jumpgerjäger Roland, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat mit seiner Truppe aus Paladinen, Menschen wie ihn zu verfolgen und zu eliminieren. Mit Hilfe eines weiteren Jumpers dreht David den Spieß bald um... Gute Ideen sind mittlerweile rar in Hollywood, neben Asia-Remakes und Neuverfilmungen bekannter Blockbuster gibt es kaum noch neues in der Filmbranche. Da habe ich mich natürlich auf 'Jumper' gefreut, der mit einer knalligen Idee aufwartet. Was wäre wenn man sich einfach überall aufhalten könnte wo man gerade lust hat? Die Sprünge von Hayden Christensen alias David, zeigen exotische Orte und schier unbegrenzte Möglichkeiten. Allerdings verleiht er seiner Figur nicht die nötige Tiefe und Präsenz, schauspielerisch auf mittlerem Niveau. Samuel Jackson als Jäger und Gejagter hat einen souveränen Auftritt. Er spielt Christensen mit leichtigkeit an die Wand und sein fanatisches Auftreten macht einfach irrsinnigen Spaß. Als optischen Blickfang haben wir Diane Lane mitdabei, die aber wie Christensen keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die tolle Idee des Films ist nur mittelmäßig umgesetzt worden, was hätte man nicht alles draus machen können. Leider bringt Liman den Film effektbeladen vor lässt dabei aber den Plot außen vor, Spannung baut sich nur geringfügig auf. Schade eigentlich, hier wird eine tolle Idee nur mittelmäßig umgesetzt. 6 von 10 Punkte. Elephant
Gus van Sant's erschreckendes Drama über einen Amoklauf. Irgendwo an einer High-School in den USA gehen die Schüler und Lehrer ihrem gewohnten Alltag nach. Ein Schülerfotograph der für seine Arbeit allerlei Portraits schießt, ein verliebtes Pärchen das sich für den Schulschluss etwas vornimmt, eine "graue Maus" die sich ruhig und zurückhaltend verhällt und und und....Alex und Eric die bald ein Massaker starten werden... Es ist schwer einen Film wie "Elephant" zu beschreiben, eine Story ist nicht vorhanden. Vielmehr mutet der Film wie eine Dokumentation in dem sich Gus van Sant als stiller Beobachter gibt. Dem Zuschauer wird schnell bewusst wer in die Rolle des Amokschützen schlüpft doch bis etwas geschieht vergeht eine längere Zeit. Die füllt Herr van Sant mit kurzen Charakterportraits der Opfer , es ist klar das diese nicht Überleben werden. Die Tat selbst wird stumm und steril von der Kamera begleitet. Obwohl bereits im Vorspann sich die Macher von echten stattgefundenen Ereignissen distanzieren ist klar das sich der Film auf Littleton bezieht. Gus van Sant bietet keine Erklärungen für die Tat oder gar ein Ende. Er zeigt nur das Geschehene. Dem Zuschauer ist es selbst überlassen darüber zu diskutieren, weswegen der Film zusammen mit Freunden/Kollegen oder im Klassenzimmer gesehen werden sollte. Ein außergewöhnliches Werk, das aber nicht jedem zusagen wird. 9 von 10 Punkte. Columbus Day
Thriller-Drama mit Val Kilmer von Charles Burmeister. John hat den größten Coup seines Lebens gemacht. Er hat einen schwarzen Koffer mit unbezahlbarem Inhalt in seine Hände bekommen. Doch ein Käufer findet sich nicht so schnell und als schließlich Jimmy Espinosa zusagt ändert er kurzfristig den Treffpunkt. John wartet also im Echo Park von Los Angeles, freundet sich mit dem kleinen Esteban an und erledigt allerlei Anrufe... Columbus Day der hierzulande als Direct-to-dvd-Produktion erschien möchte ein Thriller sein, doch Burmeister schafft es nicht annähernd Spannung in den Film zu bringen. Die Actionszenen sind nicht der Rede wert, selbst der übergroße dramatische Anteil des Films kommt sehr langatmig rüber. Da hilft auch das Schauspiel Kilmers als coole Sau nichts mehr. Die Langeweile zieht sich bis kurz zum Finale hin. Schade, dabei haben die ersten 5 Minuten lust auf mehr gemacht. 6 von 10 Punkte. |
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